Eigentlich hatte ich vor, dass ich eine 4-tägige Blogreihe schreibe, da uns gesagt wurde dass wir die Möglichkeit der Internetnutzung im Hotel haben. Dem war aber dann nicht so und deshalb habe ich mich dazu entschieden dass mache wenn ich am Abend aus Prag zurück komme. Diesen Plan habe ich dann gestern auch wieder verworfen, da ich nach einer mehr als 13-stündigen Reise keine Lust hatte noch etwas zu machen außer mich ins Bett fallen zu lassen und meine Augen zu schließen. Dazu aber später mehr.
Also dann fang ich mal an:
Tag 1 – „Prag Oida!“
Was? Warum läutet mein Wecker an einem Sonntag um 5:25h?
Ah ja wir fahren heute nach Prag!
Ungfähr so ging es mir letzten Sonntag früh. Noch schnell die letzten paar Sachen eingepackt, dann alles schnell ins Auto verladen. Losgefahren. Auf halber Strecke: „F*ck Reisepass vergessen“. Schnell zuhause angerufen und Mama beauftragt nachzukommen und ihn zu bringen. Zum Glück hatte der Zug 30 min Verspätung. Für andere reichte dass nicht. Ein Schulkollege musste deshalb zuhause bleiben, einer Schulkollegin wurde er noch schnell nachgebracht und in Wien übergeben.
So viel zum Anfang unserer Reise.
Nach knapp 6 Stunden Zugfahrt + ca 1 1/2 Stunden Wartezeit waren wir endlich in Prag.
Das Hotel war zwar ziemlich spärlich eingerichtet aber eigentlich nicht dreckig.
Nach einer halbstündigen Pause gings auch schon in die Altstadt.
Ich muss sagen wer noch nicht in Prag war, sollte sich unbedingt überlegen ob er es nicht doch macht, denn die Prager Altstadt ist wirklich wunderschön.
Es gibt viele schöne Plätze und viele sehenswerte Gebäude und Kirchen.
Danach gings zum Abendessen zurück ins Hotel.
Der Titel war übrigens ein ziemlicher Running Gag in unserer Klasse der mehrmals täglich benutzt wurde
Tag 2 – „Auch im Osten trägt man Westen“
Am nächsten Tag ging es am Vormittag nach Hradschin, das ist eine Art Schloßanlage mit Burg und Kirche.
Die Kirche war ziemlich beeindruckend und die 300 Stufen(!) auf den Turm ebenso.
Ich glaube das keiner von uns jemals so viele Stufen hoch und runter gelaufen ist wie an diesem Tag.
Danach besuchten wir die Bierbrauerei „U Flecku“ eine sehr kleine aber sehr alte Brauerei.
Zum Mittagessen gingen wir wieder in die Stadtmitte, wo einem Schulkollegen von mir Haschisch angeboten wurde. Ein Fremder kam zu ihm und fragte ihn etwas dass er als „Can I ask you something“ verstand. Stutzig wurde er erst als der Typ ein kleines Säckchen hervorholte und ihm anbot es zu probieren.
Er lehnte natürlich dankend ab.
Ich habe derweil einen ziemlich coolen kleinen Shop gefunden, in dem es viele Shirts gegeben hat die ich mir gerne gekauft hätte aber leider hatte ich nicht so viel Geld dabei.
Am Abend besuchten wir nach dem Abendessen noch das „Image“ ein Schwarzlicht Theater. Auch wenn die Hintergrundstory an einen Film auf Super RTL erinnerte, so war die restliche Show doch sehr beeindruckend.
Tag 3 – „Enjoy Marihuana“
Am Vormittag fuhren wir zu den Skoda Werken, wo wir uns das Museum und einen Teil der Produktion ansahen. Ich persönlich fand die Geschichte etwas interessanter als die Werke selbst.
Danach ging es wieder in die Stadt wo wir uns die Karlsbrücke ansahen, eine Brücke auf der es von Touristen, Künstlern und Musikern nur so wimmelte.
Am besten gefielen mir dort die zwei Musiker Lubos Bena und Matej Ptasek (www.lubosbena.sk) die ziemlich coolen Country bzw Southern Rock gespielt haben.
Nach dem Abendessen machten wir noch eine Führung zu den Schauplätzen von „xXx Triple X“ und machten danach noch die Straßen von Prag unsicher.
Dort wurden mir dann ebenfalls Drogen angeboten, dieses mal aber viel subtiler. Im vorbeigehen sagte der Typ einfach „Enjoy Marihuana“ und ging weiter. Bis ich und mein Kollege dass realisiert hatten war er aber zum Glück schon weg.
Tag 4 – „Sit down somewhere, I’m not going to Tokyo„
Am Tag unserer Abreise waren wir um 11:00h am Prager Bahnhof.
Um 11:33h hätte unser Zug gehen sollen. Erste Ernüchterung: Zug 30 min verspätet. Naja dann halt noch ein bisschen warten. Ein bisschen später: Zug 50 min verspätet. Nach ein paar Minuten: Zug 80 min verspätet.
Toll unseren Anschlußzug verpassen wir sicher. Zum Glück ging ziemlich bald ein Zug direkt nach Wien.
Und weils so schön ist, war dieser auch bald mal 50 min verspätet.
80 min, 110 min. Toll 4 Stunden am Prager Bahnhof warten.
Endlich ist der Zug da. Bis Breclav geht die Reise recht flott. Dort aber wieder 40 min warten.
Zum Schluß hatte der Zug ganze 3 Stunden(!) Verspätung und nur durch einen netten Schaffner der nach Wien telefonierte, erwischten wir noch den letzten Zug nach Bruck/Mur. Dieser holte die 10 min Verspätung die er durch uns hatte dann in kürzester Zeit auf.
Ich glaube in diesem Moment haben wir alle die ÖBB mehr geliebt als je zuvor.
Schlußendlich kamen wir um 23:00h in Bruck an, von wo uns dann unsere Eltern abholten und nach Hause brachten.
Fazit:
Prag ist eine absolut geniale Stadt die man unbedingt mal gesehen haben muss.
Wenn man hinfährt dann sollte man sich aber besser zwei mal überlegen ob man mit dem Zug fährt.
Auf diesem Weg möchte ich mich bei unseren Lehren und meinen Klassenkollegen für die schönen Tage bedanken
Fotos wird es bald >>hier<< zu sehen geben.
Stay tuned
The MxM
[...] Hier gibt es einen zweiten Bericht, von einem Schulkollegen. [...]
Von: Hochitom’s Weblog ;) » Reise nach Prag - Der Bericht am Mai 29, 2008
um 2:28
poooooaaaaaaaaaah. ich will auch nach prag! ^.^ klingt alles lustig, ahahaha, enjoy marihuana… xD harhar. und bestimmt alles voller straßenmusiker (die erwähnte band klingt toll).
verdammt, hätte ich halt beim prag-austausch mitgemacht. *grumml*
ha, ich komm schon noch hin – und steig die 300 stufen garantiert hoch. :’D
Von: Frau Rotkehlchen am Mai 29, 2008
um 7:05
Hi Diepi!
Fui guat gschriem… prag is echt a schene stodt und hot mir a guat gfoin, und mit eich wors natürlich di vulle gaude. Die Heimreise wor soooo anstrengend, alle waren schon so grantig.. *grrrr* aber wie ma dann im zug noch bruck/mur worn, worn olle wieda guat drauf … *hihi*
na dann…
Prag muas ma anfoch gsehn hom!!!
Von: Marion am Mai 30, 2008
um 9:11